Herkunft:Der Begriff Yoga ist eine neumodische Bezeichnung des Sanskrit- Wortes योग und stammt vom Wortstamm yuga bzw. yuj ab. Dies bedeutet frei übersetzt soviel wie „anjochen, zusammenbinden, anspannen oder anschirren“. Ferner bezeichnet Yoga auch „Vereinigung“ oder „Integration“ im Sinne von "Anschirren" und "Anspannen" des Körpers an die Seele zur Sammlung und Konzentration.
Bedeutung:Im Allgemeinen steht Yoga für eine altindische philosophische Lehre, die versucht Erkenntnis und Erlösung zu finden, indem sie ganz besonders auf die Beherrschung des Körpers achtet. Die Lehren beruhen auf eine ganze Reihe unterschiedlichster geistiger und körperlicher Übungen aus dem Asanas, Pranayamas, Yamas, Niyamas, Kriyas, Meditation oder der Askese. Grundsätzlich zeichnen sich bei den Übungen zwei Grundrichtungen ab. Die einen konzentrieren sich eher auf die Meditation des Geistes, die anderen eher auf die des Körpers.
Geschichte:Schon um 700 v. C. werden im Mahabharata Atemübungen und das Zurückziehen der Sinne (Pratyahara) in den Atman als Hilfsmittel der Meditation (Dhyana) beschrieben. Im gleichen Werk um 300 v. C. ist Yoga schon ein fester Bestandteil der indischen Philosophie. Im Laufe der Zeit bildeten sich in den klassischen indischen Schriften vier Yogawege: - Raja Yoga nennen sich die meditativ orientierten Stufen des Achtgliedrigen Yoga nach Patanjali (auch Ashtanga Yoga genannt: `Ashta` = acht, `Anga` = Teile).
- Jnana Yoga (Yoga der Erkenntnis, intellektuelle Richtung)
- Karma Yoga (Yoga der Tat, des selbstlosen Handelns)
- Bhakti Yoga (Yoga der Verehrung/Hingabe)
Ursprünglich war Yoga vermutlich ein rein spiritueller Weg, und es ging vor allem um Erleuchtung durch Meditation. Die vielen Asanas (Yoga Übungen) entstanden erst im Laufe der Zeit. Yoga-Philosophie:Obwohl die Wurzeln im Hinduismus liegen, wird Yoga von Menschen unterschiedlicher Religionen und Weltanschauungen praktiziert. Obwohl die Motivation nicht selten darin besteht, spirituelle Ziele zu verfolgen oder zur Erleuchtung zu finden, gilt Yoga außerhalb des Hinduismus nicht als Religion. Yoga steht aber auch nicht im Widerspruch zu religiösen Werten.
Das Yoga-Konzept:Yogaübungen verfolgen heute zumeist einen ganzheitlichen Ansatz, der Körper, Geist und Seele in Einklang bringen soll. Vor allem in den westlichen Ländern wird Yoga häufig in Unterrichtseinheiten vermittelt. Eine solche kombiniert Asanas, Phasen der Tiefenentspannung, Atemübungen sowie Meditationsübungen. Die Ausübung der Asanas soll das Zusammenspiel von Körper, Geist, Seele und Atem verbessern. Angestrebt wird eine verbesserte Vitalität und gleichzeitig eine Haltung der inneren Gelassenheit.
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